| (no subject) |
[Jul. 7th, 2009|03:35 pm] |
Juli über mich: "Groß, weiß und ungewöhnlich."
Und, als ich gestern einschlafend auf dem Bett lag, während er Gitarre gespielt hat: "Na du Haufen Schlaf?" |
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| piep |
[Jul. 5th, 2009|06:43 pm] |
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Also hm... zwischen Kanji Nr. (gefühlt) 462980 und Kanji Nr. (gefühlt) 462981 bleibt dann doch kurz Zeit, ein Lebenszeichen von mir zu geben. |
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| (no subject) |
[Jun. 26th, 2009|06:30 am] |
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Krass, Michael Jackson ist tot! (o_o) Wie surreal. |
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| anekdote |
[Jun. 23rd, 2009|05:08 pm] |
Mein Freund ist voll der Bringer. Gestern Abend: gemütlich mit Musik und Capuccino aufm Sofa. Es entspinnt sich folgender Dialog.
Er: Du riechst voll gut. Ich, geschmeichelt: Wonach denn? Er: Nach Spaghetti. Ich: ... Er: ... Ich: Mehr so mit Olivenöl oder eher Tomatensauce? Er: Tomatensauce, definitiv.
Danach kam sogar political incorrectness ins Spiel, boah whoa!
Ich: Ich fall auseinander! Er: Zu einem Fleischsack mit Knochen drin. Ich: Das macht mich bestimmt zum Bestseller auf jeder ägyptischen Hochzeitsvermittlung. Mit dem Hintern. Er: Wieso, du hast doch gar nicht so'n dicken Hintern. Ich: ... |
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| (no subject) |
[Jun. 22nd, 2009|02:41 pm] |
Southside war so geil! Mehr später. Muss noch erholen. Ich mache meinen Montag heute zum Sonntag, hohoho! |
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| mjaumjaumjau |
[Jun. 12th, 2009|11:44 am] |
Bin in Prag, so ganz kurzfristig. Meine Oma ist gestorben. Gestern war das Begräbnis, zwischen gefühlten hundert Stunden Autofahrerei (meine Familie ist von Prag nach Tübingen gekommen, hat mich ins Auto gepackt, weiter nach Essen gefahren, abends angekommen, morgens Beerdigung, mittags Umtrunk, um 15 Uhr zurück ins Auto und nach Prag, gegen 23 Uhr angekommen). Nach der Beerdigung hab ich mich spontan dazu entschlossen, mit nach Prag zu fahren. Ich lass nur ein Seminar ausfallen und sehe sonst alle bis Ende August nicht mehr. Lydia ist auch gerade hier, auf Urlaub..., und die nimmt mich am Sonntag im Auto wieder mit zurück nach Tübingen. Ich hab sogar was zu lernen dabei, Vokabelkärtchen und so. Aber erstmal lege ich mich wieder ins Bett. Hab Leyla von Feridun Zaimoglu angefangen und habe das Bedürfnis, stundenlang zu lesen. Draußen sieht das Wetter ungemütlich aus und es ist kalt. Außerdem hab ich vom Schlafen Kopfschmerzen bekommen.
- Stunden später. Ein Tag für unter die Bettdecke. Ich lese und trinke Tee, könnte aber schon wieder schlafen. Dabei bin ich glücklich, "zu Hause" zu sein (obwohl Tü wahrscheinlich, dank Juli, heute ebenso zu Hause wäre). Die Definition von "zu Hause" fällt mir daher immer noch schwer, aber das macht nichts. |
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| fufufu |
[May. 31st, 2009|10:52 pm] |
Juli hat gerade ein unfassbar leckeres Brathähnchen im Ofen gemacht, mit Teriyaki-Sauce und Honig und Zwiebeln. Das war sooo lecker. Und das sag ich nicht, weil ich die Freundin bin, sondern weil es sooo lecker war. (*_,*) Ich bin morgen zehn Kilo schwerer.
Ansonsten ist alles in Butter (naja, Öl in diesem Fall). Kanji sind Arschlöcher, aber ich schlage die in der pfingstfreien Woche kurz und klein, die stinkenden Bastarde sollen sich mal bloß in Acht nehmen. Zuerst nehm ich mir aber den Staub vor, der bei mir seit Wochen Untermieter ist. Er ist mindestens drei Kilo schwer. Weil die Nachbarn nicht da sind, kann ich noch saugen, sonst erstickt mir mein toller, leider stauballergischer Freund heute Nacht, und das wäre nicht so schön.
Irgendwie ist das Internet im Moment für mich Fremdgebiet. Hm. Tut mir Leid, LJ. |
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| (no subject) |
[May. 12th, 2009|10:24 am] |
Voll der Dreckstag. In Tokyo hätte ich jetzt ein riesiges Kuscheltier mit in die Schule geschleppt, um mich zu trösten, aber wenn man nachmittags in eine Sprechstunde beim Dozenten geht und ernstgenommen werden muss, geht das ja nicht so richtig. (=_=) |
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| blurb |
[May. 1st, 2009|06:44 pm] |
Ich bin irgendwie noch am Leben, jaja. Keine Sorge. Aber mein Leben schlägt gerade voll ein. Und zwar mir ins Gesicht. Mir sind schon drei Zähne ausgefallen. Oder werden es demnächst tun, bzw. werden herausgeschnitten, und zwar in einer Weisheitszahn-OP (Vollnarkose und alle gleichzeitig raus, bitteschön!). Das heißt, es wäre so, würde ich mich endlich mal dazu bewegen, den Zahnarzt anzurufen, damit meine übrigen Zähne nicht auf engstem Raum zusammenrücken, um Platz für die Neuankömmlinge zu machen. Was aber das eigentlich Schmerzhafte ist: Klausuren, Kanji (en masse. Kanji sind Arschlöcher. Ich bin tot.), Referate, und, äh, so Sachen, die unter den Oberbegriff "Uni" fallen. Oder "Unistress". Weiß nicht so genau. Das Wetter ist schön. Und meine Gedanken wie Spaghetti. Ich mach jetzt Unisport, damit ich selber nicht auch bald bin wie Spaghetti. Oder Maccaroni. Dick, weich und von innen hohl. |
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| glücklich |
[Apr. 27th, 2009|09:26 pm] |
Wisst ihr, was wundertoll ist? Sonnenschein, Sommeranfangswärme, eine Wiese am Waldrand, wenn sich der Wald wie eine Wand den Hügel raufzieht. Kleidungsliberalisiert in der Sonne liegen. Wenn der Freund es auf sich nimmt, zum Kaufland zu radeln, um Sonnencreme, Raffaelo und Eis zu kaufen. Lesen. Auf einem Stein im winzigen Bach sitzen und Spinnen beobachten, die darunter leben (aber kreischend davonrennen, wenn eine zu nahe kommt). Mit einer Sonnenbrille herumlaufen. Die Schafe und Ziegen beobachten, die die Wagenbürger hier weiden lassen. Die Ziege beim Baumsteigen beobachten (viermal versucht, viermal gescheitert). Sich über die Pfauenschreie amüsieren. Radler trinken. Den Himmel anschauen. Sich ganz klischeehaft den Rücken eincremen lassen. Dem Freund dabei zuschauen, wie er im Unterholz die Hänge rauf- und runterpoltert und danach barfuß im Bächlein herumspaziert, obwohl das Wasser noch nordpolkalt ist. Sich vornehmen, einen Staudamm zu bauen, aber dann zu träge zu sein. Die anderen Leute zu beobachten, die hier herumliegen, vorbeispazieren, Fahrrad fahren. Kurz auf das Schaf Lotte aufpassen, das sich nicht in der Leine verheddern soll, während die Hippiefrau aus ihrem Wohnwagen ein Buch holt. Die Kinder ignorieren, die überall spielen. Mehr lesen, Raffaelo essen, Radler trinken. Keine Kanji lernen.
Um euch ein Bild davon zu vermitteln, was für ein großartiges Wochenende ich hatte: ( Ich wohne hier so gerne! )
Anekdote des Wochenendes: Wir liegen in der Sonne und lesen. Plötzlich bricht aus dem Unterholz hinter uns ein Rudel Hiphopper, schlappt in viel zu großen Hosen und Hemden voll cooool durch den Bach, marschiert schnurstracks zum Zaun des Schafsgeheges und fängt an, sich daran Stromschläge zu versetzen. "Boah krass Alter, voll geil eh!" Kicherkicher. Drzzzp. "Whoooa! Ist ja voll der Hammer boah." Giggelgiggel. Drzzzp. "Hahahaha." Drzzzp. Juli und ich: "..." |
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| (no subject) |
[Apr. 21st, 2009|06:26 pm] |
Das Wetter ist schlecht, und mein Kopf ist verstopft. Ich bin so aufnahmefähig wie ein Marshmallow. Die seit dieser Woche wieder laufenden Japanischstunden kommen mir ein wenig vor wie ein etwas surrealer Film, der im Hintergrund aus der Glotzkiste tönt; kann man nicht richtig ernst nehmen und zuhören schon gar nicht. Meine Sitznachbarin plauscht dabei fröhlich vor sich hin (von Christian Bale als Batman und Heath Ledger über japanische Rockmusik, ihre strenge Mutter, ihre Mangasammlung, ihren Zeichnungen bis hin zu dem japanischen Synchronsprecher, den sie heiraten möchte, weil er 1,80m groß ist und so eine schöne Stimme hat). Proseminare, Vorlesungen und der restliche Kladderadatsch fängt erst morgen richtig an. Mal sehen, ob der Marshmallow, den ich momentan als Kopfersatz mit Klebeband auf meinem Hals montiert zwischen den Schultern mit mir herumtrage, dann wieder anfängt, richtig zu arbeiten.
Zur allgemeinen Erheiterung noch zwei Anekdoten über die Menschen um mich herum.
I. Am Samstag bin sind Juli und ich nach Stuttgart gefahren, um eine Rune Schaufenstershoppen zu gehen und mal was anderes zu sehen. Auf dem Rückweg erwischen wir beknackterweise nur einen von diesen Regionalzügen, die mit zwei Stundenkilometern durchs Schwabenländle klappern und dabei in jedem noch so verschlafenen Nest zum Halten kommen.
Der ganze Zug ist voller Emos, Prolls, Hoppern und anderen komischen Kindern, und wir fragen uns, was los ist, dass das ganze Geschäum auf einmal scharenweise aus seinen Löchern kriecht. Immer, wenn die eine Tür aufgeht, kommt aus dem Vorraum Techno hereingerülpst, aus dem anderen Vorraum schreit ständig jemand "Wichser, Arschloch, Fotze" herein, und von außen tanzt ein Mädchen an der Glasscheibe, das aussieht wie ein Emo aus dem Buch. Uns gegenüber sitzen auch zwei großartige Exemplare. Die eine macht zuerst noch einen ganz aufgeweckten Eindruck, die andere sieht aus wie ein verquollener Akneknödel und spricht breitestes Gossenschwäbisch.
Juli und mir ist langweilig, also nehmen wir beide unsere Bücher und lesen. (Juli: Freuds Traumdeutung, ich: Peter Hoeg, Von der Liebe.) Nebeneinander lesen ist irgendwie sehr angenmehm. Nur dass ich mich aufgrund des Gesprächs gegenüber nicht richtig konzentrieren kann.
Die beiden Mädels bekalln alles, was so ein Hauptschulleben ausmacht: wie scheiße das ist, dass beide sitzengeblieben sind ("Alle sind viel jünger, das ist so scheiße eh"), dass sie nervige Freunde haben ("Seit einem Jahr irgendwie immer mal wieder nicht mehr und dann doch wieder und so, eh, das ist so scheiße eh"), dass sie ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht haben ("Ich muss noch dieses verkackte Scheißbuch lesen eh, da hab ich so kein Scheißbock drauf"), dass Paahnik ätt se Disko so kuhl ist, etc.
Irgendwann fängt der Knödel an zu kichern und zu grunzen, und die Freundin schaut fragend. Der Knödel versucht, etwas zu sagen, findet seinen eigenen Gedanken aber anscheinend so lustig, dass es nicht geht. Die Freundin rollt genervt mit den Augen: "Schreibs halt auf dein Handy, Mann eh!" Der Knödel zückt also giggelnd sein Handy, tippt in Zeitlupe eine Nachricht, lacht sich drüber tot, dass er vor Lachen ständig auf die falschen Tasten kloppt, wischt sich schließlich die Lachtränen vom Gesicht und reicht das Handy weiter.
Die Freundin starrt stirnrunzelnd drauf und macht das, was alle klugen Leute machen, wenn man ihnen einen Zettel mit einer geheimen Nachricht drauf gibt: Sie liest sich selbige erstmal selber vor. "...Schatz, lass mal ein Buch lesen!" Woraufhin sie ebenfalls in lautes Gekicher ausbricht. "Hahahaha, hast du dir das jetzt gerade echt vorgestellt, eh? Das ist ja voll geil Mann! Hahahaha!" - "Ja Mann, eh! Wenn ich das zu meinem Freund sagen würde, Scheiße Mann eh, hahahaha!"
Juli und ich wechseln einen Blick und finden es sehr ulkig, dass manche Leute die Idee, einfach mal beieinander was zu lesen, anscheinend zum Brüllen komisch finden. Wie schade, wenn man mit seinem Freund anscheinend nichts anzustellen weiß, als Bumsen und Fernsehen schauen.
II. Heute bin ich zum Akademischen Austauschdingsbumsamt gegangen, um mich beraten zu lassen, ob und wie ich denn an ein Stipendium für das Kyoto-Semester komme. Dabei bin ich auf ein Musterexemplar vorbildlichen Engagements gestoßen. Erstmal muss ich aber das Büro stundenlang suchen - auf dem Plan steht "Eingang im Hof", im Hof gibt's aber nur eine Tür mit dem Schild "Privatwohnung", eine Tür, die in zwei leere Hörsäle führt, und eine Tür, die in den Erasmus-Raum und die Europa-Büros führt, die zwar im gleichen Gebäude liegen wie das Büro, was ich gesucht habe, von denen aus man aber intelligenterweise nicht direkt zum anderen Gebäudeteil gelangen kann, sondern wieder auf den Hof hinausdirigiert wird. Ein alter Mann, der herumsitzt und raucht, sowie zwei verplant wirkende Studenten, die herumstehen und rauchen, können mir auch nicht weiterhelfen. Ich wende mich schließlich an eine Frau, die vor der Tür zur Privatwohnung sitzt und raucht, und frage sie. Kurzerhand werde ich in die Privatwohnung hineindirigiert, die sich als das gesuchte Austauschamt entpuppt. Hurra!
Die Frau im Büro vom Asien-Austausch wirkt wie eine nette, strickende Tante. Es entspinnt sich folgender Dialog:
Ich: Guten Tag, ich wollte mich mal erkundigen, ob es Stipendienmöglichkeiten für ein Semester in Kyoto gibt, was im Studienplan vorgeschrieben ist. Tante, in besorgtem Ton: Ja, da sind Sie aber hier ganz falsch, da bewirbt man sich direkt in der Japanologie, ich bekomm dann nur die Formulare am Ende und stemple alles ab. Ich: Ja, das weiß ich auch, aber ich wollte mal wissen, wie das mit den Stipendienmöglichkeiten ist. Tante: Nein, da hat die Uni wohl kein Geld für, aber ich rufe mal kurz die Kollegin an, die weiß sowas immer. (wählt die Nummer, hört dem Tuten im Hörer zu, macht wieder ein besorgtes Gesicht) Oh je, ich weiß gar nicht, ob die heute hier ist. Ich hab die heute noch gar nicht gesehen. Und gestern auch nicht. Vielleicht ist die ja krank. (Kollegin ist nicht krank und geht ans Telefon.) Oh hallo Doris! Ich hab schon gedacht, du wärst krank, ich hab dich ja gestern und heute nämlich gar nicht gesehen. (Kollegin plauscht. Tante lacht.) Im Ernst? (Kollegin erzählt und erzählt.) Ja, nein, wiiirklich? Hahahaha. Du, ich kann aber jetzt gar nicht eigentlich. (Kollegin schwallt und schwallt und schwallt in den Hörer.) Ja, die Jessica kommt nachher, brauchst du die denn? (Kollegin labert Tante einen Knopf an die Backe. Ich scharre irritiert mit den Füßen.) Ja, ich schick die dann zu dir runter, die wird sich bestimmt wundern, dass die dann so viel tun muss. (Kollegin kriegt den Mund nicht zu. Ich frage mich, wo ich eigentlich gelandet bin. Der Tante fällt wieder ein, dass ich da bin.) Du, ich hab ja aber eigentlich wegen was Geschäftlichem angerufen. Ich ruf dann zum Plauschen am Besten nachher noch mal an, ja? (erläutert meine Frage. Kollegin redet eine Stunde lang. Tante nickt immer wieder verständig in den Hörer.) Ich: ... Tante legt auf: Also, nee, da hat die Uni kein Geld für. Ich: Ja, das weiß ich, aber ich wollte mich mal klug machen, was da meine anderen Möglichkeiten sind. Tante: Ja, da würde ich Ihnen vorschlagen, das mal im Google einzugeben. "Stipendium", "Japan" und so. Ich überlege, ob ich sie nach der URL von Google fragen soll, unterlasse das aber, da ihr die Ironie wahrscheinlich entgehen würde. Tante: Es gibt ja irgendwie auch noch so Wirtschaftsstipendien. Aber vielleicht im Moment nicht, bei der Krise... (kichert wie über einen guten Witz) Ich, leicht genervt: Ja, und können Sie mir über den DAAD noch etwas erzählen? Tante: Ja, der macht sowas auch, ich hatte da mal irgendwo so ein Heft herumliegen. (schaut unter einem Blatt nach) Das hab ich jetzt aber irgendwie nicht mehr. Das liegt vermutlich im Nebengebäude aus, am Besten, Sie gehen da mal hin. Wissen Sie, wo das ist? Ich: ...Ja, da hab ich mich vorhin schon hinverlaufen.
Ich liebe es, meine Zeit zu verschwenden. |
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| (no subject) |
[Apr. 12th, 2009|08:19 pm] |
Das Wetter ist zu gut, um andere Dinge zu tun als draußen zu sein, daher wenig Blog im Moment. Dienstag in der Früh geht's zurück nach Tübingen (ich freu mich!), wie oft ich mich dann noch melde, weiß ich gar nicht. Ich versuche mal, ab und an was zu schreiben, damit sich keiner beschwert.
Frohe Ostern! :) |
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| grenzüberschreitung also |
[Apr. 10th, 2009|04:11 pm] |
Dieses Seminar ist Teil eines universitätsübergreifenden Projekts mit dem Titel „Cross Over“. Der Initiative liegt die Überzeugung zugrunde, dass literarisches Schreiben als überfachliche kreative Kompetenz Studierenden aller Fachrichtungen eine herausragende Möglichkeit bietet, die eigene Ausdrucksfähigkeit und Wahrnehmungsschärfe zu erweitern und zu schulen. Darüberhinaus soll es auch diejenigen ansprechen, die am SLT bereits mehrere Seminare besucht haben und/oder das Zertifikat (der SLT-eigene Abschluss) erwerben wollen. Jeder Teilnehmer sollte ein eigenes Projekt zum Thema „Grenzüberschreitung“ verfolgen: Ob es um Reisen und Aufbruch geht, um Migration oder um extreme Erfahrungen, ist den Autoren überlassen. Selbstverständlich kann die Grenzüberschreitung auch formal verstanden werden als ein Tanz zwischen den Genres, als sprachliches Experiment.
Ich mache jetzt auf der Suche nach so einem Projekt schon seit ein paar Tagen lange Wanderungen in meinem Kopf und durch meine vielen unfertigen Texte und an Figuren vorbei, die mich schon seit Ewigkeiten verfolgen. Grenzüberschreitung - glücklicherweise weit definiert; sozialkritisch und politisch engagiert schreiben kann ich nicht. Ich könnte mir natürlich was aus der Nase ziehen und anfangen, darüber zu philosophieren, wie es ist, sein halbes Leben als Ausländer zu verbringen, aber hey. Das wäre zu typisch. Und langweilig, und gewollt; ich hab mich ja nie damit beschäftigt (beschäftigen müssen).
Zitat Nico: "Wenn du nicht politisch schreibst, wird aus dir nie was. Die ganz Großen sind immer politisch." Na dann.
Über was schreibt John Irving, der beste Autor der Welt? Über Glück, Pech, Liebe, Ärger, dumme und kluge Handlungen, Sex, abstruse Begebenheiten - kurz und knapp: was das Leben so ausmacht. What's his point, fragen einige. Es ist aber doch schon ein point, seine Figuren zu lieben und ihnen mit einem Augenzwinkern auf ihren verworrenen Wegen zu folgen. Nur nichts zu ernst nehmen, eine gute Portion Humor muss schon dabei sein, das Leben an sich darf man ja auch nicht so ernst nehmen. Man geht sonst so verkrampft an die Dinge heran und setzt sich unter Druck. Was soll da schon bei rauskommen.
Eine Wanderung: Zwölfte Klasse, ich schreibe zum ersten Mal NaNoWriMo mit und versuche, Aimée und Zara zu entdecken. Es gelingt mir nicht richtig, sie zu treffen, alles ist zu unklar und zu gezwungen. Aber in dem Nebel, der sie umgibt, zeichnen sich Konturen anderer Charaktere ab, die langsam hervortreten und verlangen, dass man von ihnen erzählt. Diese anderen sind eigentlich zu stark gewesen, um als Neben- und Witzfiguren in Aimées und Zaras Geschichte als Kulisse zu dienen.
Und wenn ich an das Projekt herangehe wie an einen Schubladenschrank; man zieht die Schubladen auf und lässt sich überraschen, was man darin findet. Was findet man? Lebensentwürfe, Geisteshaltungen, Menschen. Viel wichtiger: Kleinkram und Nebensächlichkeiten, die man als unbedeutend empfindet, die aber ein schönes Bild abgeben, ein gutes Gefühl hinterlassen. Der Blick wird auf Ausschnitte und Details gelenkt, die einem entgehen, wenn man sich in die verbissene Suche nach einem allumfassenden Sinn, einem größeren Plan, einer Absicht hineinsteigert. Solche Ansprüche zu stellen ist, als würde man sich die Augen zutackern. Schönheit durch Sinnlosigkeit.
Grenzüberschreitung: Die Figuren überschreiten ihre eigenen Grenzen, und sie nehmen den Leser mit, indem sie ihn darauf hinweisen, dass es jenseits seines Gedankengerüstes andere Konzepte gibt, die ebenso sinnvoll oder sinnlos sind wie seine eigenen.
Ernst genommen wird man als Amateur viel zu oft nur durch depressive, schwermütige, bedeutungsschwangere, melancholische, im schlimmsten Fall selbstmitleidige Texte, die Probleme ansprechen, die jeder versteht oder von denen zumindest jeder weiß, dass es sie gibt: gestörte Beziehungen, Rassismus, sexueller Missbrauch, Ausgrenzung von Fremden und Fremdem, Liebeskummer und Trennungsschmerz, Angst vor der Zukunft und allem anderen. - Verständlich, dass man den Wert eines Textes daran misst, welchen Sinn er hat, beispielsweise für die aktuelle politische und soziale Lage eines Landes. Und ja, politische Literatur ist wertvoll, das stelle ich ja gar nicht infrage. Gerade in solchen Seminaren ist es schwierig, zu bewerten oder zu diskutieren, was jemand anders geschrieben hat. Man sucht nach einer Grundlade, einem Maßstab, und findet ihn eben darin. Nebenwirkung: vielleicht nicht zu erkennen, dass ein Text auch einen anderen Wert oder eine andere Aussage haben kann. (Humor wird schon mal gleich wegkategorisiert; was lustig ist, braucht man ja nicht ernst zu nehmen. Man lacht drüber und gut ist. Dahinter zu schauen ist für viele schwierig.)
Aber: Nicht meins. Es gibt doch noch so viel mehr. Und wenn ich nicht ernst genommen werde, weil ich schreibe, um meine Figuren zu lieben und davon zu erzählen, dass die Dinge schön sind, dann ist es eben so. |
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| talalü, talala. |
[Apr. 8th, 2009|05:59 pm] |
sechs tage bis tübingen! ich sag euch eins: keine kanji zu lernen ist ein full time job.
tü, tü, tralalü. |
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| so isses! |
[Apr. 6th, 2009|04:52 pm] |
Zehn Semesterwochenstunden Japanisch, zwei Vorlesungen, zwei Proseminare, drei Extraseminare, zwei Abende die Woche Unisport - das macht zwei Abende die Woche bis 22 Uhr, drei Abende bis zwischen 19 und 20 Uhr, und dann noch irgendwo meine Pizzaservice-Sklaverei (eigentlich zwei Abende à drei Stunden, aber da ist jetzt irgendwie auch kein Platz mehr für, nur am Samstag). Die langen Tage sind nicht durchgängig, da sind immer voll viele Stunden zwischendurch frei. Meh. Ist das wohl zuviel, oder krieg ich das hin? Ich brauch ja auch noch Juli-Zeit, Zeit zum Lesen, Zeichnen, Schreiben, sprich Entspannen, und Zeit zum Lernen (die wäre ja schonmal in den Stunden zwischen den Seminaren gegeben). Oder muss man sich an der Uni damit abfinden, dass man keine Hobbys haben darf?
Ich weiß irgendwie nicht, ob ich das hinkriege. Naja. Andere Leute haben vollere Stundenpläne. Viele anderen Leute haben aber auch kein Problem damit, ihre Interessen und ihr soziales Dasein zu kompromittieren. Äh. Die Uni soll ja nicht mein Leben werden. (ö_ö) Mir kommen gerade irgendwie Zweifel daran, dass diese Abendseminare toll sind. Vor allen Dingen, weil ich jeden Morgen was habe, also nicht mal lange schlafen kann. Haha. Naja. Mal sehen. Im Notfall schmeiß ich was raus. - Ich beschwer mich schon wieder, total lächerlich. Wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was", sondern bei "So isses", jaja. :D
Irgendwie. Ist das alles nicht so toll. Bis 22 Uhr Uni, und dann auch noch für so ne verkackte Schiller-Vorlesung, auf die ich keinen Bock habe. Ich bring jemandem bei, meine Unterschrift zu fälschen. Ich mag abends frei haben! Voll Camper-Deutsch, aber irgendwie... Wenigstens wohnen Juli und ich quasi zusammen, da wird sich noch was freimachen lassen. xD |
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| la di da |
[Apr. 5th, 2009|06:03 pm] |
Ich hab heute Morgen Obama gesehen und jetzt werde ich krank. Das steht in keinem Zusammenhang, macht aber nix. Die Rede war sehr interessant, aber noch interessanter waren die Leute. Alle haben alles bejubelt, was er gesagt hat. "America is ready to lead the world zu erneuerbaren Energien", jubeljubel, "We all have to Energie sparen", kreischdichtot, "North Korea has tested an evil bomb", standing ovations. Ich glaube, für 50% der Anwesenden war das ein politisches Popkonzert (kreisch, ich will ein Kind von dir, kreisch!). Fehlten nur die fliegenden Tangas. Von Politik versteh ich ja nichts, aber: Wir müssen alle Energie sparen? Danke für diese Erleuchtung, Mister President xD Naja, aber sonst hat er viele Dinge proklamiert, auf deren Umsetzung ich mal gespannt bin.
Och nö, ich werde krank. *kopfschmerz, schnief, müde, halskratz*
Zurückgelesen, irgendwann September 2007:
ich bin im park spazieren gewesen, weil die bäume mich beruhigen. ich hab das schon einmal gesagt, aber es stimmt immer noch: jeder baum ist ein wunder. unter der allee fühlt man sich klein und sicher. ich bin auch im park gewesen, um schöne dinge zu finden - die bäume, das licht, das zikadenkonzert, die ruhe. es gleicht mich aus, allein im park zu sein. dort bekommt man ein stärkeres gefühl für die möglichkeiten, die man hat, und die zusammenhänge, in denen man sich befindet. man nimmt abstand von der ganzen hektik. ich mag das sehr gerne.
die schönen dinge im park habe ich gesammelt. ich muss mir eine zuflucht machen, die an keinen ort gebunden ist, ein unterschlupf in meinem kopf, ein haus aus schönen dingen, die mich glücklich machen. dann besitze ich die sicherheit, mich jederzeit zurückziehen zu können. dann habe ich vielleicht einen vorrat, aus dem ich energie schöpfen kann, wann immer ich es brauche. ein kleines glück im hinterkopf.
Und, Oktober 2007: Ich denke, da ist etwas in mir, das konstant sein kann, das als kleines, sicheres Universum in mir liegt, wie eine Essenz. Der Gedanke ist neu: Wenn ich abstürzen will oder das Gefühl habe, jetzt geht's nicht mehr, fühle ich dem stattdessen hinterher, und es beruhigt mich ein wenig.
Und, noch Februar 2008: aber da ist noch was andres, ich merk es manchmal, oder glaube es zu merken - etwas größeres, als wär ich nicht nur mein kleines ich, sondern könnt auch anders. ich weiß nicht mal, ob mir das angst macht. ach, ich muss mich überwinden. ich bin meine eigene chinesische mauer.
Was hab ich mich damals ausgedrückt, und heute rotze ich die Sätze hin, dass es nur so knallt. Aber mein Glück im Hinterkopf hab ich, und nicht nur dort. Ich hab das Gefühl, ich hab mein Licht gefunden, und meine Mitte. Ich kann jetzt leuchten, ohne mich zu schämen. Ob es gut ist, konstant zu sein, das weiß ich nicht; aber ich ruhe im Moment konstant in mir, und deswegen kann ich geben, und ich zweifle nicht, dass alles stimmig ist. Stimmungsschwankungen, natürlich, aber ich brauche sie nicht ernst zu nehmen, weil ich weiß, dass alles in Ordnung ist, und dass ich in Ordnung bin, und dass es am nächsten Tag alles besser aussieht. Ich bin wirklich so verdammt glücklich.
You gotta stay hungry to stay alive, haha, das hab ich mir gemerkt. Hunger ist verdammt geil. |
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| is it a boy? is it a girl? ... nooo! its a tree! |
[Apr. 4th, 2009|03:17 pm] |
Ich hab einen Baum gepflanzt! :D Jetzt muss ich nur noch einen Sohn zeugen und ein Haus bauen, dann bin ich ein richtiger Mann. Höhö.
Fotos folgen. (^_^) Morgen früh geh ich erstmal Obama anschauen, der hält ja hier in Prag seine tolle Europarede. |
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| oh happy day *träller |
[Apr. 3rd, 2009|11:09 pm] |
Boha! Heute war so dermaßen geiles Wetter, dass sogar ich (!!!) das Haus mal verlassen habe, um meine käsige Nasenspitze vorsichtig ins Sonnenlicht zu strecken. Wollte ursprünglich im Garten lernen, aber das Wetter und die Tatsache, dass ich seit Tagen zum ersten Mal wieder Sauerstoff in den Lungen hatte, haben mich so umgehauen, dass ich am Ende nur ein paar Seiten gelesen habe und dann auf der Gartenbank lag, als hätte mich das Licht zerschlagen. Tja.
Die 80 neu zu lernenden Kanji samt den 250 zu wiederholenden schiebe ich dann mal auf die nächsten zehn Tage, hüstel, und die vier noch zu lesenden Romane (zwei auf französisch), das in alter Schreibschrift gedruckte Drama sowie den Stapel Gedichte lasse ich mal ganz außer Acht. Tralalala! Arbeit? Hab ich nicht! Verdrängung? Hab ich en masse. *verstreut verdrängung an alle umstehenden* PS. Wenn die nächsten paar Semester so schnell vorbeigehen wie das erste, dann studiere ich entschieden zu kurz! Mein Studium ist großartig, ich möchte am liebsten noch 10000 Jahre lang studieren. (In drei Jahren sehe ich das vermutlich anders und werde über die Aussage nur noch müde grinsen, aber bis dahin ist ja noch genug Zeit, als dass noch eine Zillion wundertoller Dinge passieren kann.)
Apropos wundertoll: FRAU LANGENBACH HAT IHR KIND BEKOMMEN! :D 60% aller Leute, die das hier lesen, werden damit nichts anzufangen wissen, aber Frau L. war unsere Abi-Klassenlehrerin, die beste Deutschlehrerin der Welt, und eine gute Freundin, und jetzt sind sie und ihr toller Mann (der immer irgendwie einen studentischen Eindruck gemacht hat, seeehr sympathisch!) Eltern geworden und ich bin B-E-G-E-I-S-T-E-R-T bin ich, ich bin vor Freude gestorben, jawollja, so sieht es aus. |
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| yay |
[Apr. 2nd, 2009|11:30 pm] |
Juli hat sich doch gemeldet.
:D
Dass alles so schön werden könnte, hätte ich ja niemals gedacht. Aber jeden Tag wird alles schöner. Es ist alles einfach wunderschön. Jawoll. *nicknicknick* |
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| blurb |
[Apr. 2nd, 2009|04:50 pm] |
Dideldidum, dideldidam. Ich bin den ganzen Tag vor meinem DS verrottet, dabei ist draußen schönes Wetter. Aber mir wars zu hell und außerdem war Wind. Ich hasse Wind.
Juli meldet sich nicht. :(
Gestern Abend war ich irgendwie mit Ruthchen und Freundin von ihr weg. Meine Scheiße. Der eine hat im Restaurant am Tisch ein Kondom aufgeblasen. Mahlzeit! Außerdem haben alle gequalmt, und ich war am ende zugeraucht und verstunken ohne Maß. Und mir ist seit gestern Mittag schlecht. Und außerdem kann ich nur noch jammern. Aber das merkt ihr ja bestimmt. :D |
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